Rettungsgasse rettet Leben

19.03.2018
Pressemitteilung

Gemeinsam mit dem Landesinnenminister Herbert Raul, der Landesverkehrswacht und Straßen.NRW werbe ich für richtiges Verhalten bei Stau

Mit Rettungsgassen tun sich viele Autofahrer noch immer schwer. Auch das seit letztem Herbst erhöhte Bußgeld hat noch nicht dazu geführt, dass Verkehrsteilnehmer bei Stau vorausschauend eine Rettungsgasse bilden.

Mit 250 Bannern an Autobahnbrücken werben jetzt Verkehrs- und Innenministerium, Landesverkehrswacht, Autobahnpolizei und Straßen.NRW für mehr Rücksichtnahme.
Blockierte Fahrbahnen gefährden Gesundheit und Leben von Unfallopfern, weil die Rettungskräfte wertvolle Minuten verlieren. Wir wollen mit dieser Aktion erreichen, dass die Verkehrsteilnehmer wieder aufmerksamer und rücksichtsvoller unterwegs sind. Denn die Rettungsgasse rettet in vielen Unfallsituationen Leben, da es nach schweren Unfällen es auf jede Sekunde ankommt. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte müssen schnell vor Ort sein, um helfen zu können. Mit den Bannern möchten wir zeigen, wie eine Rettungsgasse zu bilden ist.

Dabei ist es ganz einfach: Auf Straßen mit zwei oder mehr Fahrstreifen je Richtung muss bei Stau oder stockendem Verkehr sofort eine freie Gasse für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen gebildet werden. Ist man auf der linken Spur unterwegs, hält man sich links, auf allen anderen Fahrspuren hält man sich rechts. Der Standstreifen bleibt dabei immer frei.

Viele Verkehrsteilnehmer denken immer noch viel zu spät an die Rettungsgasse, oft erst, wenn hinter ihnen ein Martinshorn ertönt. Nur 53 Prozent der Befragten in einer ADAC-Studie wussten überhaupt, dass sie bei Stau eine Rettungsgasse freihalten müssen. Nach einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Johanniter-Unfallhilfe wissen sogar 64 Prozent der Führerscheininhaber in Deutschland nicht, wie eine Rettungsgasse bei einer dreistreifigen Straße zu bilden ist.

Fehlende oder zu spät gebildete Rettungsgassen machen den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Notärzten und Räumfahrzeugen das Leben schwer. Neben der Gefahr für Unfallopfer trägt dies auch zur längeren Dauer von Staus bei.