Klaus Kaiser und Hendrik Wüst fordern mehr Engagement gegen Unterrichtsausfall und mehr Anreize für Schulleiter

10.03.2017
Pressemitteilung

Auf Einladung des örtlichen Landtagsabgeordneten Hendrik Wüst diskutierte Klaus Kaiser MdL, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und schulpolitischer Experte, am Donnerstagabend in Bocholt  mit den Mitgliedern der CDU. Wichtigste Themen waren der hohe Unterrichtsausfall in Nordrhein-Westfalen sowie der Lehrer- und Schulleitermangel an vielen Schulen.
„Man kann viel über Schule streiten, aber wenn Unterricht ausfällt, ist das das schlimmste. Doch hier liegt ein großes Problem in NRW: Seit dem Regierungswechsel 2010 findet eine genaue Erfassung des Unterrichtsausfalls gar nicht mehr statt. Aussagen der Landesregierung, dass nur 1,7 Prozent des Unterrichts ausfallen, werden von den Landeselternschaften angezweifelt. Es heißt, der Unterrichtsausfall sei in den Klassen 5-10 mindestens 4-mal so hoch. Zudem stellt der Landesrechnungshof fest, dass allein an den  Gymnasien in NRW im Schnitt  zwei Lehrerstellen mit 50 wöchentlichen Unterrichtsstunden fehlen“, erklärt Hendrik Wüst und mahnt an, den Unterrichtsausfall erst einmal schulscharf zu erfassen und effektive Vertretungsreserven aufzubauen. Denn gute Bildung von Anfang an sei der entscheidende Faktor für faire Chancen und gute Perspektiven junger Menschen.
CDU-Fraktionsvize Klaus Kaiser erläutert eine mögliche Ursache: „Kürzlich veröffentlichte Zahlen zeigen jetzt, dass zum 1. Januar 2017 in  Schulen und Schulverwaltung 4.329 Stellen unbesetzt waren. Besonders dramatisch sieht es bei den Schulleiterstellen aus: über 700 Schulen in Nordrhein-Westfalen haben keine  Rektorin oder keinen Rektor. Damit ist jede siebte Schulleiterstelle unbesetzt. Davon 
betroffen sind vor allem Grundschulen. Allein hier sind über 300 Rektorstellen vakant. Es ist dringend notwendig, Schulleiterstellen durch  bessere Bezahlung und Entlastung bei bürokratischen Tätigkeiten attraktiver zu machen.“