Heimatförderung der Landesregierung geht heute an den Start - Auch der Kreis Borken und seine Kommunen können davon profitieren

15.08.2018
Pressemitteilung

Das Förderprogramm der Landesregierung ,Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet´ geht heute an den Start:

Die Landesregierung fördert mit rund 150 Millionen Euro bis 2022 die Gestaltung der Heimat vor Ort. Diese Förderung kann auch dem Kreis Borken und seinen Städten und Gemeinden zugutekommen. Ziel des Programms ist es, Menschen für lokale und regionale Besonderheiten zu begeistern und die positiv gelebte Vielfalt bei uns in Nordrhein-Westfalen deutlich sichtbar zu machen.
„Es ist ein starkes Zeichen der Wertschätzung des Landes für die Menschen, die sich für unsere Heimat engagieren und dafür ihre Zeit investieren. Wir im Kreis Borken sind jetzt aufgerufen, uns am Heimatförderungsprogramm zu beteiligen. Je früher wir aktiv werden, desto schneller können wir davon profitieren“, rufen die drei Landtagsabgeordneten für den Kreis Borken, Wilhelm Korth, Heike Wermer und Hendrik Wüst, Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, die Kommunen und Heimatinitiativen im Kreis Borken auf.

Hintergrund: Die fünf Elemente der Heimatförderung
Das Programm besteht aus den fünf Elementen Heimat-Scheck, Heimat-Preis, Heimat-Werkstatt, Heimat-Fonds und Heimat-Zeugnis:

Der Heimat-Scheck zielt auf die unbürokratische Förderung von Projekten lokaler Vereine und Initiativen, die sich mit Heimat beschäftigen. Es werden jährlich 1.000 Heimat-Schecks à 2.000 Euro bereitgestellt. Der „Heimat-Scheck“ kann der Möglichmacher für gute Ideen und kleine Projekte sein, die nicht viel Geld kosten, aber einen großen Mehrwert in der Sache versprechen.

Für innovative Heimatprojekte lobt das Land den Heimat-Preis aus, der konkrete Arbeit der überwiegend ehrenamtlich Engagierten belohnt und zugleich vorbildliche Praxisbeispiele liefern soll. Kommunen sollen den Preis vergeben, die Sieger stellen sich anschließend dem Wettbewerb auf Landesebene. Kleinere Gemeinden erhalten vom Land ein Preisgeld von 5.000 Euro, Kreise von 10.000 Euro, größeren Kommunen werden 15.000 Euro zur Verfügung gestellt, sofern sie sich per Rats- oder Kreistagsbeschluss zur Teilnahme entscheiden.

Ideen zum Thema Heimat sollen in „Heimat-Werkstätten“ entwickelt und verwirklicht werden. Jede Region – ob Stadtviertel oder Gemeinde im ländlichen Raum – hat prägende Besonderheiten, mit denen sich Menschen identifizieren. Vertreter von Initiativen und Organisationen, aber auch Bürgerinnen und Bürger direkt, sollen sich in einen offenen, identitätsstiftenden Prozess einbringen, der Gemeinsamkeiten herausstellt und das lokale Gemeinschaftsgefühl stärkt. Zugleich wird mit der Gestaltung der öffentliche Raum aufgewertet. Der aufwändige Prozess wird je Projekt mit mindestens 40.000 Euro gefördert. Empfänger können Städte und Gemeinden aber auch Private, Vereine und gemeinnützige Organisationen sein.

Initiativen, die ein Heimat-Projekt verwirklichen wollen, sollen durch den Heimat-Fonds unterstützt werden: Für jeden eingeworbenen Euro soll es je einen Euro vom Land dazugeben (bis maximal 40.000 Euro), so dass sich Gutes verdoppelt. Förderfähig sind Projekte von mindestens 5.000 Euro und maximal 80.000 Euro. Die Verwaltung des „Heimat-Fonds“ erfolgt vor Ort über die Gemeinden und Gemeindeverbände.

Im Fokus des „Heimat-Zeugnis“ steht die Schaffung und Bewahrung von Bauwerken, Gebäuden oder Orten in der freien Natur, die in herausragender Weise die lokale und regionale Geschichte prägen. Projekte mit einem Volumen ab 100.000 Euro können mit maximal 90 Prozent (Private) bzw. 80 Prozent (Kommunen) unterstützt werden. Antragsberechtigt sind Gemeinden und Gemeindeverbände sowie private und gemeinnützige Organisationen.

Die Formulare für eine Antragsstellung und weitere Informationen sind auf der Internetseite des Heimat-Ministeriums abrufbar: www.mhkbg.nrw/heimat/Heimatfoerderprogramm